
| 07.01.2010 - „Jamaika“ beantragt Erstellung eines Verkehrsentwicklungspla |
Lage (wi). Die Ratsfraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP beantragen die Erstellung eines Verkehrsentwicklungsplanes (VEP), der, wie es wörtlich im Antrag heißt, „alle Verkehre im Stadtgebiet (Lage und Ortsteile) so lenkt/vernetzt, dass ein Maximum an Mobilität und ein Minimum an Belastung für die Bewohner entsteht“. CDU-Fraktionsvorsitzender Louis-Dieter Hempelmann, FDP-Fraktionsvorsitzende Martina Hannen und Grünen-Fraktionsvorsitzender Jürgen Rosenow erläuterten während eines Pressegesprächs: „Ziel ist dabei eine Stärkung des Rad-/Fußgängerverkehrs sowie ein Ausbau des ÖPNV. Wir versprechen uns von einem Verkehrsentwicklungsplan eine Entlastung der Anwohner der Durchgangsstraßen.“
Der Antrag sieht vor, dass die Stadt ein qualifiziertes Planungsbüro mit der Erstellung eines VEP beauftragt. Untersuchungsraum ist das gesamte Stadtgebiet mit den Ortsteilen. Untersucht werden alle Verkehrsarten: Auto, Bahn/Bus, Rad, Fußgänger. Interessierte Bürger/innen, Vereine und Bürgerinitiativen (insbesondere die Anlieger der jetzigen Durchgangsstraßen) sind mit einzubeziehen. Besonders berücksichtigt wird die Veränderung des Verkehrs unter den Gesichtspunkten demographischer Wandel, Ressourcenverknappung und Energiepreisentwicklung. Ziele und Maßnahmen, die sich aus dem VEP entwickeln, sollen in 15 Jahren, also bis zum Jahr 2025 (VEP 2025), umgesetzt werden. Dabei ist zwischen kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Zielen und Maßnahmen zu unterscheiden. Der VEP soll umfassend sein und in regelmäßigen Abständen von fünf Jahren - immer zur Mitte einer Wahlperiode - den Bedingungen angepasst und fortgeschrieben werden. Nach dem vom Rat zu beschließenden Aufstellungsbeschluss für den „VEP 2025“ und soll nach Möglichkeit noch im laufenden Jahr (2010) ein Planungsbüro ausgewählt werden. Spätestens im Jahr 2012 sollen die Untersuchungen zur Aufstellung eines VEP abgeschlossen sein. |