TuS Kachtenhausen feiert 25 Jahre Vereinszentrum

TuS Kachtenhausen feiert 25 Jahre Vereinszentrum Jubiläumsfeier am 25. November: Fitness, Wettkampf und Geselligkeit im Dieter-Rabe-Vereinszentrum

 Lage-Kachtenhausen. Der TuS Kachtenhausen feiert am Samstag, 25. November 2017, Bau und Einweihung seines Vereinsheims vor 25 Jahren: 1992 wurden das Vereinsheim und das dort ebenfalls untergebrachte Fitnessstudio eingeweiht. Zur Jubiläumsfeier am Samstag ab 17.00 Uhr lädt der Verein seine Mitglieder und alle interessierten Gäste herzlich ein.
Gefeiert wird auf den Vorplatz des Vereinszentrums. Bei Glühwein, Bratwurst, Pulled Pork, Pickert und mehr wird den Gästen ein buntes Bühnenprogramm mit Sport- und Musikvorführungen geboten. Bei knackigen Temperaturen werden Glühwein und Eierpunsch besonders gut schmecken. Bier und alkoholfreie Getränke fehlen nicht. Ebenso wenig ein Rückblick auf das jüngste Vierteljahrhundert TuS-K-Vereinsgeschichte.
Auch die ortsansässigen Sänger lassen es sich nicht nehmen und werden musikalisch gratulieren. Der Gospelchor „Joy“ tritt um 17.30 Uhr auf, direkt im Anschluss um 18 Uhr singen die Herren des Männergesangvereins „Froh­sinn“ Kachtenhausen. Beide Chöre werden von Dominik Weidner geleitet, der für das Chor-Programm aus dem Vollen schöpfen kann und für viel Abwechslung sorgen wird. Auch Interessenten der Chor-Musik sind herzlich eingeladen zum Vereinsheim-Jubiläum, wie der MGV mitteilt.
In den 1980er Jahren begann alles mit der Idee, für den TuS Kachtenhausen einen Ort für den spartenübergreifenden Austausch zu schaffen. Welche dynamische Entwicklung daraus erwuchs, ahnte damals niemand. Ausgangspunkt in den 1980er Jahren waren steigende Mitgliederzahlen beim TuS Kachtenhausen. Besonders die Sportjugend der Turnabteilung wuchs und pflegte einen intensiven nationalen und internationalen Austausch. So stießen die damaligen Kapazitäten schnell an ihre Grenzen und der Wunsch nach einem Vereinsheim wurde laut.
Ursprünglich hatte der TuS Kachtenhausen vorgehabt, an der Grundschule einen Jugendraum zu bauen. Motor dieser Idee war der damalige Jugendtrainer der Turner und langjährige Vereinsvorsitzende Dieter Rabe (Vorsitzender von 1989 bis 2005, Ehrenvorsitzender ab 2005, verstorben im Februar 2009). Dieter Rabe verstand es, viele Mitstreiter für seine Idee zu begeistern. In der ersten Hälfte der 1980er Jahre warben Rabe und der Verein mit Unterstützung ortsansässiger Politiker für den Jugendraum an der Grundschule. Der damalige städtische Baudezernent Hansheinrich Weihe lehnte jedoch den Standort Schule ab, bot aber dem TuS als Ausweichgrundstück eine Fläche an der Ehlenbrucher Straße an. Der TuS Kachtenhausen packte diese Gelegenheit beim Schopfe und plante nun ein Vereinsheim samt Fitnessstudio.

Pilotprojekt des LSB
Es war wohl ein glücklicher Zufall, dass zur selben Zeit ein Pilotprojekt des Landessportbundes NRW initiiert wurde, das Vereine dabei unterstützte, eigene Fitnessstudios zu etablieren. Der damalige Zulauf in privat betriebene Studios bereitete den Sportfunktionären Sorgen, weil so den gemeinnützigen Vereinen die Mitglieder streitig gemacht wurden. Die Idee, einen Fitnessraum für die Mitglieder aller Sparten zu etablieren, passte deshalb auch den Kachtenhausenern ins Konzept.
Nachdem durch öffentliche Zuschüsse, private Spenden sowie durch eine beträchtliche Eigenleistung des Sportvereins (12.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden) die Finanzierung des knapp eine Million Mark teuren Gebäudes gesichert war, wurde im Februar 1991 der Grundstein gelegt. Im Juni 1992 wurde mit einem Tag der offenen Tür das Vereinsheim eingeweiht - unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und zahlreicher Ehrengäste. Die Besucher waren beeindruckt und alle aktiv Beteiligten waren zu Recht etwas stolz. Insbesondere das Studio, das in seiner Eigenschaft als vereinseigene Einrichtung damals ein Modellprojekt in Nordrhein-Westfalen war, brachte dem Verein dank seines nun erweiterten Sportangebotes viele neue Mitglieder. Die Schallmauer von 1.000 Mitgliedern wurde 1992 durchbrochen.

Zentrum für Sport + Freizeit
Bereits zwei Jahre später wurde begonnen mit dem Bau der Tennis- und der Mehrzweckhalle, die im Spätherbst 1994 eingeweiht wurden. Damit hatte der TuS K den Schritt vollzogen, der mit der Idee eines Jugendraums begonnen und zu einem attraktiven Zentrum für Sport, Freizeit und Gesundheit geführt hatte.
Viel zu früh verstarb im Februar 2009 der Ehrenvorsitzende Dieter Rabe im Alter von 68 Jahren. Der TuS Kachtenhausen verlor mit Dieter Rabe nicht nur einen besonderen Sportsmann, sondern auch einen „Fels in der Brandung des TuS Kachtenhausen“, wie es in der Vereinschronik heißt.
Zu seinen Ehren wurde im September 2009 das „Sportzentrum Kachtenhausen“ umgewidmet in „Dieter-Rabe-Vereinszentrum“. Dies wurde mit einem Messingschild am Grundstein dokumentiert.
Das Jahr 2012 war ein Jahr der Renovierung, denn das gesamte Studio erhielt ein „Facelift“ und die gut 20 Jahre alten Fitnessgeräte wurden durch neue ersetzt. Ebenso wurde die Modernisierung der Saunalandschaft im ehemaligen Vorstandszimmer in Angriff genommen, sodass alles mit einem „Tag der offenen Tür“ im November 2012 eröffnet werden konnte.

Breit gefächertes Angebot
Stets haben gesellschaftliche Veränderung zu Erweiterungen des TuS-Angebots geführt, sodass der TuS Kachtenhausen heute über ein breit gefächertes Angebot für jede Alters- und Neigungsgruppe verfügt.
So kamen im Laufe der Zeit nach der Tennishalle und diversen Kursen auch neue Sparten hinzu. Sie verleihen dem Vereinsheim, selbst nach 25 Jahren, ein stets modernes Antlitz. Ob Kraftsport, Cardiotraining, Turnen, Fußball, Badminton, Volleyball, Selbstverteidigung, American Football oder Reha Sport, ob Jung oder Alt, hier ist für jeden etwas dabei. Dabei war und ist das Vereinsheim stets der Dreh- und Angelpunkt, wo man sich gerne trifft, um Sport zu machen oder um sich in geselliger Runde und in netter Atmosphäre zu treffen.
An den Bau und die zurückliegenden 25 Jahren möchten die Sportler mit ihrer Jubiläumsfeier erinnern und den damaligen Helfern ihren Dank aussprechen.

Waddenhauser Gruppen und Vereine profitieren vom Dorffest

Waddenhauser Gruppen und Vereine profitieren vom Dorffest Erfolgreiche Feier: 3.000 Euro sind erwirtschaftet und gemeinnützig verteilt worden

Lage-Waddenhausen. Das Dorffest liegt zwar mittlerweile schon zwei Monate zurück, doch es hat immer noch positive Nachwirkungen. „Nach Begleichung aller Rechnungen können wir nun einen Überschuss von knapp 3.000 Euro an alle Beteiligten Gruppen und Vereine verteilen“, verkündete jüngst RSV Geschäftsführer Ulrich Grote strahlend.
Der RSV Waddenhausen e.V. als Initiator der im Zweijahresrhythmus stattfindenden zweitägigen Veranstaltung, freut sich, dass sich die Mühe der vielen Helfer nun auch in barer Münze auszahlt, heißt es in einer Pressemitteilung.
Das Geld werde zu gleichen Teilen an den Förderverein vom Familienzentrum Pfiffikus, den Förderverein der örtlichen Grundschule, die Kinder- und Jugendinitiative, den Bürgertreff, die E-Jugendabteilung der FSG 95 Waddenhau­sen/Pottenhausen, den CVJM Sylbach sowie an die Jugendfeuerwehr Pottenhausen gehen. „Wir wollen noch mehr Bewegung in den Alltag bringen und sparen für neue Turngeräte“, verriet Kita-Leiterin Andrea Rebbe-Melzer, wofür das Geld beispielsweise im Familienzentrum „Pfiffikus“ eingesetzt wird. „Das unterstützen wir als Sportverein natürlich gerne“, kommentierte Ellen Stock. Für die zweite Vorsitzende im RSV steht fest, dass man sich in Waddenhausen bereits auf das Dorffest 2019 freuen darf.

Mehrheit für Familienheime in der „Oberen Bült“

Gelungen: Martinssingen und Feuerzauber Kinderchor und „Night Express“ spielten für Laternenträger - Feuerflut und Ray Pasnen unterhielten die Passanten

Lage-Ehrentrup. Seit etwa drei Jahren wird im Bau- und Planungsausschuss sowie im Ausschuss für Wirtschaft und Stadtentwicklung laut nachgedacht über zukünftige Wohnbauflächen in Lage. Die Anregung für den bisherigen Gedankenaustausch gab die Stadtverwaltung, als sie vorschlug, für die Gebiete „Obere Bült“, „Stadenhausen“ und „Weiße Breede“ ein Wohnbauflächenentwicklungskonzept zu planen.
Jetzt hat der Bau- und Planungsausschuss eine konkrete Weiche in Richtung Beschlussfassung gestellt: Die Ausschussmitglieder empfahlen am 9. November 2017 mehrheitlich dem Rat die Aufstellung des Bebauungsplans G 70 „Obere Bült“, und zwar in zwei Etappen bzw. Abschnitten (Teilplan 1 und Teilplan 2). Die Empfehlung des Ausschusses erfolgte mit 13 Stimmen bei drei Gegenstimmen aus Reihen der Grünen (Jürgen Rosenow und Hanns Jürgen Hammesfahr) und der BBL (Reinhard Weber).
Als „Obere Bült“ wird der Bereich zwischen Grasweg, Ernst-Reuter- und Bussardstraße in Verlängerung von Max-Planck- und Otto-Hahn-Straße bezeichnet. Hier stellt der Flächennutzungsplan bezüglich des Gebiets des (weiter unten erklärten) „Teilplans 1“ eine Wohnbaufläche dar, sodass über die Aufstellung eines Bebauungsplans relativ kurzfristig eine Wohnbauerwartungsfläche von knapp 5 Hektar zu Wohnbauland mit bis zu 50 Einfamilienhäusern entwickelt werden könnte.
Am 18. Februar 2016 hat der Bau- und Planungsausschuss den dringenden Bedarf an Wohnbaugrundstücken in Lage anerkannt und das eingangs genannte Wohnbauflächenkonzept bezüglich der drei Bereiche „Obere Bült“, „Stadenhauser Berg“ und „Weiße Breede“ mehrheitlich beschlossen. Weiterhin war die Verwaltung einstimmig beauftragt worden, für den Bereich „Obere Bült“ (Teilplan 1) die Aufstellung eines Bebauungsplans vorzubereiten.
Grundlage dieser Beschlüsse war auch das seinerzeit vorgestellte städtebauliche Konzept für die „Obere Bült“, das bereits eine Bebauung vorsah, exemplarisch dargestellt durch 41 Einzel- und 6 Doppelhäuser.
Der Ausschuss hatte zuletzt in seiner Sitzung am 21. September 2017 die Beschlussvorlage der Verwaltung „Aufstellung des Bebauungsplans G 70 - Obere Bült“ beraten. Die Inhalte des städtebaulichen Konzeptes zum Bebauungsplan wurden z. T. kontrovers erörtert. Eine Beschlussempfehlung erfolgte nicht.


Grasweg-Ausbau
Die jetzt ausgesprochene Empfehlung, einen Bebauungsplan vorzubereiten, beinhaltet die Einbeziehung des Grasweges (Teilplan 2) in das Gesamtkonzept (Teilpläne 1 und 2). Nach Einschätzung der Verwaltung sind die verkehrlichen Gegebenheiten ein wesentlicher Grund für die Einbeziehung des Grasweges in das Erschließungskonzept und daher unumgänglich. Um den Verkehrsfluss zu verteilen und die zusätzliche Verkehrsbelastung der Altanlieger im Bereich Max-Planck-Straße, Otto-Hahn-Straße, Ernst-Reuter-Straße und Carl-Bosch-Straße zu verringern, sollte der Grasweg zur verkehrlichen Erschließung des Wohngebietes mitbenutzt werden. Das könne er allerdings in seinem jetzigen Zustand nicht leisten, sodass er im gewissen Umfang ausgebaut werden müsse. Aus ökonomischen sowie planerischen Gründen sei es sinnvoll, die vorhandene Infrastruktur zu nutzen und den Grasweg beidseitig zu bebauen, was zu ca. 12 weiteren Baugrundstücken im Planentwurf westlich des Grasweges führe.
Dabei kann dem Wunsch der Politik nach einer schrittweisen Erschließung des Plangebietes durch Gliederung des Gebietes in zwei Teilbebauungspläne (ggf. „Obere Bült - Ost“ / „Obere Bült - West“) entsprochen werden. Über den Teilplan 1 („Obere Bült - Ost“) kann so die im Zugriffsrecht des Investors befindliche Fläche einschließlich Grasweg und Einmündungsbereich Grasweg / Breitenheider Straße planungsrechtlich als erstes aktiviert werden. Die Entwicklung des Teilbebauungsplans 2 („Obere Bült - West“), die aufgrund der Eigentumsverhältnisse derzeit noch wenig konkret ist, sollte aber in jedem Fall, wenngleich vielleicht nachgelagert, erfolgen. Denn eine einseitige Erschließung sei, so die Verwaltung, insbesondere für den Investor, der hier in Vorleis­tung trete, nicht wirtschaftlich. Darüber hinaus bilde eine durchgehende geschlossene Bebauung westlich des Graswegs städtebaulich eine eindeutige Abgrenzung der Wohnbauflächen zur freien Landschaft hin.
Dem Wunsch der Politik entsprechend soll das künftige Plangebiet zur Sicherung der Wohnruhe als reines Wohngebiet festgesetzt werden. Diese Festsetzung entspricht dem städtebaulichen Ziel einer Wohnbebauung. Mit einer zusätzlichen textlichen Festsetzung im aufzustellenden Bebauungsplan, nach der Läden, nicht störende Handwerksbetriebe und kleine Betriebe des Beherbergungsgewerbes auch als Ausnahme nicht zulässig sind, wird das Vorhaben diesem Ziel gerecht. Diese Nutzungen würden sich nicht in den Gebietscharakter der geplanten Wohnbebauung einfügen.

Nur Einfamilienhausbau
Der Auftrag für die „Obere Bült“ beinhaltet die Schaffung von Baugrundstücken für den Einfamilienhausbau. Geschosswohnungsbau bzw. Mietwohnungsbau wurde hier seitens der Politik ausdrücklich aufgrund der Umgebungsbebauung abgelehnt. Geschosswohnungsbau soll im Bereich Stadenhauser Berg erfolgen.
Für die Sozialdemokraten bekräftigte deren Fraktionsvorsitzender Hans Hofste, dass die Lagenser SPD den Bereich „Obere Bült“ als grundsätzlich geeignet für eine Wohnbebauung ansieht: „Wir unterstützen die Erstellung eines Bebauungsplanes dort.“ Wenn man den Grasweg ausbaue, um die zusätzliche Verkehrsbelas­tung der Altanlieger zu minimieren, was richtig sei, dann sei es ebenfalls richtig, eine Bebauung der Westseite des Grasweges (Teilplan 2) zuzulassen und zu planen.
CDU-Ratsherr Rudi Stölting erklärte, dass die Kombination von Teilplan 1 und Teilplan 2 untadelig sei. Deshalb würden die Christdemokraten die Aufstellung des Bebauungsplans „Obere Bült“ empfehlen.
Jürgen Rosenow (Grüne) und Reinhard Weber (BBL) waren sich darin einig, dass eine Bebauung der Grasweg-Westseite nicht notwendig sei. Man benötige die dort geplanten Häuser nicht, weil die Bevölkerungszahl stagniere. Vor diesem Hintergrund brauche man Teilplan 2 und die hier vorgesehene Baumöglichkeit nicht. Grüne und BBL würden einem alleinigen Teilplan 1 zustimmen, aber nicht der Kombination von „Obere Bült - Ost“ und „Obere Bült - West“.

Gelungen: Martinssingen und Feuerzauber

Gelungen: Martinssingen und Feuerzauber Kinderchor und „Night Express“ spielten für Laternenträger - Feuerflut und Ray Pasnen unterhielten die Passanten

Lage. Mit einer gelungenen Premiere wartete das Dämmer­shopping auf am vergangenen Freitag, 10. November 2017: Weil der abendliche Einkaufsbummel und das Martinssingen zeitgleich stattfanden bzw. das Dämmer­shopping sich dem Singen unmittelbar anschloss, fanden sich sehr viele Besucher zu abendlicher Stunde auf dem Marktplatz ein. Vor einem Jahr hatte keine der beiden Veranstaltungen je für sich so viel Interesse wecken können.
Eingeladen vom Stadtjugendring besuchten viele Kinder mit ihren Eltern das Martinssingen. Den musikalischen Rahmen gestaltete vokal der Chor der Grundschule Ehrentrup und der Offenen Ganztagsgrundschule Ehrentrup, geleitet von Doris Kahle. Instrumental wurden die singenden Kinder begleitet von der Musikschul-Band „Night Express“, geleitet von Hadlef Schinke.
Stellvertretender Bürgermeister Otto Lücke dankte dem Stadtjugendring und dessen Vorsitzenden, Pfarrer Richard Krause, für die Organisation der Traditionsveranstaltung, den Helferinnen und Helfern der AWO Lage für die Verteilung der Stutenkerle, der Musikschule für die ansprechende Begleitung und der Werbegemeinschaft für das großzügige Sponsoring des Martinssingens.
Pfarrer Richard Krause hob in seiner ermutigenden und kurzweiligen Ansprache den Gedanken des Teilens hervor, betonte, dass geteilte Freude doppelte Freude sei und erteilte Neid und Missgunst eine klare Absage. Er erinnerte mit einer kleinen Erzählung an den Namensgeber des Martinstages (eigentlich der 11. November), den vor 1.700 Jahren geborenen Heiligen Martin von Tours.
Mit besonderer Spannung erwarteten die Kinder natürlich die Ausgabe der Weckmänner (politisch korrekt: Teigpersonen), die auch diesmal reißenden Absatz fanden. Fazit der Laternenkinder, die nach dem Bühnengeschehen einen Stutenkerl (natürlich in der Nichtraucherversion) erhalten hatten: Das Warten hat sich gelohnt!
Zu diesem Schluss kamen auch die zahlreichen Besucher, die sich die Auftritte der Künstlergruppe „Feuerflut“ und des Sängers Ray Pasnen anschauten. Mit Fackeln, Feuerstäben und Feuerkugeln malten die Künstler um Jens Schwarze faszinierende Lichteffekte in die Dunkelheit. Die eindrucksvollen Würfe mit dem Stab ebenso wie das Spiel mit den Feuerpoi (Feuerkugeln) gelang den Feuerflut-Künstlern in atemberaubender Geschwindigkeit und erstaunenswerter Präzision.
Ray Pasnen zelebrierte auf seiner Akustikgitarre Coversongs von Donovan und Dylan bis Prince und Tom Petty. Pasnen war hinsichtlich Vielfalt, Bandbreite und Unterhaltungswert mit Sicherheit einer der besten Musiker, die 2017 auf dem Marktplatz aufgetreten sind. Wann hat man in Lage schon einmal Songs von Prince und Tom Petty live gehört? Mit der Verpflichtung Pasnens war der Werbegemeinschaft ein guter Griff gelungen und man hätte dem Sänger mit der markanten Stimme gern viel mehr Zuhörer gegönnt. Doch leider ist der 11. November jahreszeitlich gesehen nicht der beste Termin für ein (Liedermacher-) Open-Air-Konzert auf dem Marktplatz.

Party für alle eröffnet neue Session

Party für alle eröffnet neue Session 11. November, 19.11 Uhr: Sunnerbieke-Ellernhüchte feiert im TuS-Culum

Lage-Müssen. Nur noch dreimal schlafen, dann wird im TuS-Culum in Müssen die Karnevalssession 2017 / 2018 am „Elften im Elften“ eröffnet. Allerdings um 19.11 Uhr und nicht um elf Uhr elf, denn ganz so jeck wie die Narren am Rhein sind ihre Kollegen an der Sunnerbieke nicht, aber - insbesondere für lippische Verhältnisse - den Vorbildern in Köln und Düsseldorf doch dicht auf den Fersen.
Zum zweiten Mal in der jetzt 68-jährigen Geschichte der Karnevalsabteilung „Sunnerbieke-Ellernhüchte“ des TuS Müssen-Billinghausen wird der Elferrat am 11. 11. öffentlich die Session eröffnen. Erstmals fand eine solche Sessionseröffnungsfeier am 11. 11. 2012 statt. Ingo Sundermann (Elferratspräsident von Sunnerbieke-Ellernhüchte): „Damals haben wir versprochen, dass wir das wiederholen werden, wenn es sich vom Wochentag her anbietet.“ Weil der 11. November 2017 ein Samstag ist, sei nun die Zeit gekommen, das Versprechen einzulösen. Die Feier am kommenden Samstag werde in der näheren Umgebung sicherlich ihresgleichen suchen, ist sich Ingo Sundermann sicher.
„Unsere Sessionseröffung soll keine Kopie einer rheinischen Schunkelfeier werden. Wir werden den Start in die fünfte Jahreszeit in unserem eigenen Sunnerbieke-Ellernhüchte-Stil feiern“, kündigt der Elferratspräsident an. Dennoch wende sich die Veranstaltung an eine breite Öffentlichkeit. Sie sei keine vereinsinterne Party. Der bisherige Kartenvorverkauf in der 3. Halbzeit, in der Bäckerei Schröder und im Salon Gronemeyer lasse auf einen guten bis sehr guten Besuch schließen.

Motto: „Grün + Weiß“
Die Sessionseröffung steht unter dem Motto „Grün + Weiß“. Das sind einerseits die Vereinsfarben des TuS Müssen-Billinghausen. Andererseits ist dieses Motto ein dezenter Hinweis darauf, wie der Elferrat am „Elften im Elften“ auflaufen wird. Präsident Sundermann: „Der Elferrat wird in Grün + Weiß erscheinen, aber damit sind nicht unsere grünen Sakkos gemeint.“ Mehr wolle er nicht verraten, so Sundermann, der davon ausgeht, dass auch die anderen Besucher bzw. Party­gäs­te das Motto auf ihre je eigene Art und Weise interpretieren werden. Verkleidungen bzw. Be-
kenntnisse zu „Grün + Weiß“ seien gerne gesehen, aber nicht verpflichtend.
Die offizielle Eröffnung der Session findet um 19.11 Uhr statt. Kurz danach erfolgen Auftritte der Prinzengarde bzw. des „Sunnerbieke-Balletts“ und der „Teenie-Garde“. Neue Leiterin des „Sunnerbieke-Balletts“ ist jetzt Marie Albrink. Ihre Vorgängerin, Linda Dreimann, hatte am 28. Januar 2017 auf der 68. „Sunnerbieke-Ellernhüchte“-Karnevalsveranstaltung das Ballett zum 11. Mal und gleichzeitig letztmals angeführt. Dem Vernehmen nach sollen sich Prinzengarde und Teenie-Garde in bestechender „Frühform“ befinden.

Grill und Bierwagen
Während des Abends wird „DJ Strohhut“ alias Simon Schling das TuS-Culum musikalisch unterhalten. „Kölsche Tön“ bzw. beliebte Karnevals-Hits zum Mitsingen - und ja, natürlich auch zum Mitschunkeln - werden ebenfalls gespielt, aber nicht ausschließlich.
„Jecke Leckerbissen“ vom Grill serviert während der gesamten Dauer der Veranstaltung der Partyservice Holzkamp in einem Zelt vor dem TuS-Culum. Dort gibt es auch einen Bierwagen und einen überdachten Bereich. Für das leibliche Wohl der „närrischen Gäs­te“ ist also gesorgt.
Wie es beim Sunnerbieke-Ellernhüchte-Karneval guter Brauch ist, sind auch die Elferräte und die Tollitäten aus der Nachbarschaft an diesem Abend gern gesehene Gäs­te. Der Reinerlös der Sessionseröffung wird in Form einer Spende dem „Verein zur Förderung des Handballsports im TuS Müssen-Billinghausen“ zur Verfügung gestellt.