Idee der Freibad-Vereine erfolgreich

Idee der Freibad-Vereine erfolgreich Flaschenpost zugestellt: Stadtrat erwägt ein Bäderentwicklungskonzept

Lage. Der Stadtrat soll auf seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 17. Dezember, um 18 Uhr in der Aula des Schulzentrums Werreanger darüber entscheiden, ob die Stadtverwaltung die Erstellung eines Bäderentwicklungskonzepts für die Lagenser Bäder in Auftrag gibt. Die hierfür erforderlichen Haushaltsmittel (geschätzte Höhe: 50.000 Euro) müssten im Haushaltsplan 2020 bereitgestellt werden.
Ausgangspunkt für die Idee eines Bäderkonzepts war ein „offener Brief“, der dem Bürgermeister vor der Ratssitzung am 31. Ok­tober 2019 übergeben worden war (der Postillon berichtete). In diesem Brief regen die Fördervereine bzw. Initiativen der vier Lagenser Freibäder die Erstellung eines ausführlichen Bäderkonzepts mit umsetzungsfähigen Planungsunterlagen an. In ihrer „Flaschenpost“, wie die Freibad-Fördervereine im Oktober ihren „offenen Brief“ an den Bürgermeister und an alle Ratsmitglieder nannten, appellierten die Vereine an die Stadt, „sich intensiv um immer wieder ausgeschriebene diverse Fördermittel zu bemühen und die Planungen damit möglichst bald umzusetzen.“
In dem mehrseitigen Schreiben legen die Initiativen die aus ihrer Sicht bestehenden Mängel und die damit verbundenen Gefahren für einen möglichen Fortbestand einzelner Bäder dar. Die Initiativen verweisen weiterhin darauf, dass es bisher Ziel aller Fraktionen im Rat gewesen sei, den Fortbestand der vier Freibäder zu sichern. Deshalb sollte es das gemeinsame Bestreben sein, die Freibäder der Stadt Lage baldmöglichst auf das Niveau der heutigen Technik zu bringen. In diesem Zusammenhang regen die Fördervereine und Initiativen zudem an, die Stadt möge sich intensiv um Fördermittel für die Sanierung der Bäder bemühen, da dies in Nachbargemeinden bereits erfolgreich geschehen sei. Ein ausführliches Bäderkonzept mit umsetzungsfähigen Planungsunterlagen sei hierfür eine unverzichtbare Grundlage.
Im Rahmen der Sitzung des Sportausschusses am 4. November 2019 ist der offene Brief der Initiativen bereits thematisiert worden. Seitens der Mitglieder des Gremiums ist die Anregung zur Erstellung eines Bäderentwicklungskonzeptes positiv aufgenommen worden. Vorbehaltlich eines entsprechenden politischen Beschlusses beabsichtigt die Verwaltung, einen Förderantrag zur Erstellung eines Konzeptes zu stellen. Bei geschätzten Kos­ten hierfür in Höhe von 50.000 Euro und einer möglichen Bezuschussung in Höhe von 65 Prozent durch Fördermittel verbliebe ein städtischer Eigenanteil in Höhe von 17.500 Euro.
Die Anregungen der Fördervereine bzw. Initiativen beziehen sich in erster Linie auf die technische und bauliche Sanierung der Bäder. Im Rahmen eines in die Zukunft gerichteten Bäderentwicklungskonzeptes sollten aus Sicht der Verwaltung durchaus noch weitere Aspekte untersucht werden: Entspricht das Vorhalten von vier Freibädern in der jetzigen Form noch den Anforderungen und Wünschen der Bürgerinnen und Bürger bzw. der Nutzer? Sind die Öffnungszeiten und die Angebote in den Bädern (noch) bedarfsgerecht? Welche Maßnahmen sind sinnvoll und möglich, um eine Attraktivitätssteigerung zu erreichen? Kann das „Zusammenspiel“ von den Freibädern und dem Hallenbad verbessert werden?
Das Bäderentwicklungskonzept sollte auch hierzu Aussagen treffen. Welche Maßnahmen dann letztendlich umgesetzt werden sollen, liegt in der Entscheidungsgewalt der politischen Gremien unter Berücksichtigung der finanziellen Möglichkeiten.

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