Sturmtief Friederike verursachte 715 Einsatzstunden

Sturmtief Friederike verursachte 715 Einsatzstunden 146. Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Lage mit Beförderungen und Ehrungen

Lage. Auf der 146. Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Lage am Freitag, 1. März 2019, bilanzierte der Leiter der Feuerwehr, Stadtbrandinspektor Friedhelm Stölting, ein einsatzintensives Jahr 2018. Im Vergleich zum Vorjahr (2017) stieg die Gesamteinsatzzahl um 45 Alarmierungen auf 259 Alarme bzw. 21 Einsätze pro Monat. Der Zeitaufwand der Einsätze war im Jahr 2018 höher als im Jahr 2017. Stölting: „Das Einsatzpersonal hat eine Gesamtleistung von 4.226 Stunden erbracht; im Vorjahr waren es 3.253 Stunden gewesen.“
Diese Steigerung um 973 Stunden bzw. 30 Prozent sei ganz wesentlich durch das Orkantief Friederike am 18. Januar 2018 verursacht worden. Friederike gehe als „ein“ Einsatz in die Statistik ein, was nicht nach viel klinge. Dieser „eine“ Einsatz habe allerdings um 12 Uhr begonnen und wurde um 22.30 Uhr beendet. Dabei wurden insgesamt 715 Stunden von 98 Einsatzkräften geleistet.
Von den 259 Einsätzen entfielen 57 (Vorjahr: 36) auf Brandeinsätze, darunter kein Großbrand. Allerdings war unter den Bränden der sehr zerstörerische Brand eines Wohnhauses in Müssen am 13. Dezember 2018. Bewohnt wurde es von einer elfköpfigen Familie. Alle Bewohner brachten sich unverletzt in Sicherheit. Die Familie konnte direkt nach dem Unglück bei Verwandten unterkommen. Über acht Stunden waren insgesamt 75 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Löscharbeiten wurden zusätzlich erschwert, weil die Feuerwehrleute das Haus nicht mehr betreten konnten. So wurde das Haus durch den Brand komplett zerstört.
Die personelle Stärke der Einsatzabteilung veränderte sich gegenüber dem Vorjahresstichtag nicht und beträgt aktuell 189 (Vorjahresstichtag: 189 Kräfte). Die Einsatzkräfte verteilen sich auf sechs Einheiten mit eigenen Löschbezirken, Feuerwehrhäusern und Lösch- und Sonderfahrzeugen. Das Durchschnittsalter der Aktiven liegt wie im Vorjahr bei 34 Jahren. Der Wehrführer: „Dieser Wert ist seit Jahren konstant.“
Der Frauenanteil liegt bei knapp 20 Prozent bezogen auf die Gesamtwehr (vier Prozentpunkte mehr verglichen mit dem Vorjahreswert).
Bürgermeister Christian Liebrecht dankte allen Mitgliedern der Wehr ganz ausdrücklich für deren (ehrenamtliches) Engagement und ihre Einsatzbereitschaft. Der Bürgermeister führte in diesem Zusammenhang aus, dass Politik und Verwaltung es als sehr wichtige Aufgabe ansähen, gute Rahmenbedingungen für die Feuerwehr zu schaffen. Ziel sei es, eine sachgerechte Ausstattung zur Aufgabenbewältigung bereitzustellen.

Beförderungen und Ehrungen
Patrick Börger, Stefan Francke, Marcel Göserich, Björn Heerde, Christian Hille, Marcel Jahn und Sebastian Tobin wurden zu Unterbrandmeistern befördert; Marc Kleinegees und Thorsten Neddermann zu Brandmeistern.
Zu Oberbrandmeistern wurden ernannt: Michael Budde, Udo Hübner, Jan Sebastian Schalski und Felix Wendt. Zum Brandinspektor wurde befördert: Fabian Fischer von Weikersthal; zu Brandoberinspektoren: Martin Börchers und Andreas Dieck­mann.
Das vom NRW-Minister für Inneres verliehene Feuerwehrehrenzeichen in Silber für 25-jährige aktive Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr erhielten: Stephan Solle, Jan Althöfer, Petra Schapeler, Nina Lunazek, Sebastian Wiese, Benjamin Brinkmeyer, Andreas Dieckmann, Dirk Seidel und Annette Heel.
Gold für 35-jährige aktive Mitgliedschaft erhielten: Holger Bergmann, Jörg Büschemann, Eri­ka Brinkmeyer, Martina Beier und Heidrun Winter.
Für eine 50-jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr erfuhr Hans-Dieter Koch eine besondere Ehrung (Spange). Die Ehrenspange für 60-jährige Mitgliedschaft gab es für Wilhelm Johannesmann, Fritz Neese, Friedel Euscher, Fritz Linneweber und Siegfried Busch. Die Spange für 70 (!) Jahre erhielt Ernst-Helmut Sobbe.
In die Ehrenabteilung wurden versetzt: Marco Jost, Rüdiger Hirt und Uwe Kottmann.

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